Huhu

April 16, 2011

Huhu,
lange nichts gehört Julchen, kraxelst du durch Peru, was?
Hoffe dir gehts gut soweit. Fehlst!

Hab Ferien, heute AZ-Geburtstag, gestern schon tanzend durch die Strassen, heute Improtheater, politische Beiträge (gängeviertel usw), Sambatrommeltraining, Kinderschminken, Zuckerwatte, Brunch, später Konzerte!
Morgen fahr ich zu einer mittlerweile guten Freundin nach Bochum. Haben ein kleines Forumtreffen.
Ansonsten hängen meine Mundwinkel oft runter, hat mit der Arbeit zu tun, mag ich aber nich hier so schreiben. Und weil du nicht da bist und nirgendwo dabei bist.
Die Mundwinkel haben allerdings auch Grund zur Freude:
Es sind Ferien, Carsten kommt nächste Woche, ich hab bald Urlaub, ich bin bald fertig mit der Schule (8mal hin), und wenn ich richtig gerechnet hab: noch 49 Tage bis ich dich wieder drücken kann.
🙂

Lass es dir gutgehen.

Und Chris: Zeig endlich mal Foddos!

Drücker
Mel


Huch, wer ist denn das?

April 11, 2011

Huhu


Mel und ihre plötzliche emotionale Verbundenheit mit dem AZ

April 11, 2011

Hallo ihr lieben,

endlich kommt der ersehnte (?) Artikel über die Räumungswoche:

 

Montag früh bekam Kiese eine SMS mit der Mittleilung, dass ziemlich sicher geräumt werden sollte.
Wir harrten Montag und Dienstag jeweils ab 4.00uhr dort aus, nichts passierte.
Ab Mittwoch gegen 15 Uhr wurden die Straßen um das AZ komplett abgeriegelt und die endgültige Räumung für Donnerstag früh war sicher. Die zu diesem Zeitpunkt im AZ anwesenden ca. 60 Aktivist_Innen beschlossen das Haus nicht freiwillig zu verlassen und richteten sich auf eine letzte traurige Nacht im und vor dem Haus ein.
Kiese und ich machten uns um 17.00 Uhr auf den Weg, mit der relativen Gewissheit, dass wir nicht mehr ins Haus kommen sollten. Wir trafen dann ein paar Leute, schlossen uns ihnen an und trafen so ziemlich alle vom harten Besetzerkern im Naturfreundehaus. Sie waren alle nicht im Haus. Nun begannen wir uns zu organisieren: Infopunkt, Spontankundgebung (angemeldet) vorm Trash, direkt in der Nähe der Barrikaden und der Polizeiabsperrung.
Kiese und ich machten mit anderen den Infopunkt und ich übernahm später mit Lisa zusammen die „Melder-Funktion“, dh.wir saßen an der Dillenburgerstrasse, aßen Cracker und beobachteten die Strasse, ob nicht vielleicht tausend Mannschaftswagen der Polizei angerast kommen. Es kamen 2 Streifenwagen, die wir auch pflichtbewusst und ein wenig nervig für die Infopunktmenschen meldeten 😉 Es war eine lange Nacht, Kiese und ich gingen 3-4 Stunden nach Hause schlafen, kiese dann arbeiten, ich wieder zum Versammlungspunkt, im Regen harrte ich alleine aus, versuchte alle lieben Menschen zu mobilisieren, herzukommen, Lisa kam schließlich und hielt mein Händchen im Regen.
Mittlerweile waren schon allerlei Räumungsfahrzeuge, unfassbar viele Polizisten und Wasserwerfer vorgefahren, die Räumung konnte jederzeit stattfinden.
Ein Gefühl der Trauer, der Unkontrollierbarkeit, der Hilflosigkeit umfasste mich.
Es war jedoch auch klar, dass immer noch mit der Sparkasse und Polizei verhandelt wurde, es sah nur nicht gut aus für uns.
Hier ein Text von jemanden, der im Haus war und verhandelt hatte:

„Erst gegen 12 Uhr, als der Befehl zur Räumung bereits gegeben wurde, einigten wir uns in einem letzten Angebot auf den Kompromiss, dass wir für die sofortigen Verhandlungen das Haus verlassen, aber direkt davor bleiben – samt unserer Freund_Innen vor den dann offenen Absperrungen. Dies erschien uns sinvoller als eine Räumung und Abriss.

Es dauerte noch einige bange Minuten, bis die Einigung bei der Polizei ankam und die begonnene Räumung abgebrochen wurde. Wie vereinbart wurde nun der Zugang zum Gelände vor dem AZ erlaubt und die Verhandlungen initiiert, unter der Vorraussetzung, die Barrikaden weitgehend zurück zu bauen und das Haus nicht mehr zu betreten. Um dies sicherzustellen, wurde das Haus besichtigt und anschließend von Securities der Sparkasse bewacht.Ab diesem Moment fühlten nicht nur wir uns sehr unsicher und unwohl mit der Situation. Das Vertrauen in Verhandlungen war gering, das Verlagern der Barrikaden führte zu noch größerer Unsicherheit und der Anblick der Sicherheitsleute im Eingang des AZs tat weh. Immerhin hatten wir drei Punkte erreicht: Abbruch der Räumung und Straffreiheit, Verhandlungen – und das Gebäude stand noch, mit uns davor. Ab jetzt hieß es warten auf erste Ergebnisse der Verhandlungen.“

 

In dem Moment, als uns verkündigt wurde, dass wir wieder aufs Gelände durften, war die Freude riesig, unbeschreiblich.
Wir bauten nun also die Barrikaden ab, um sie in einem Bereich, in dem wir uns aufhalten durften, wieder neu aufzustapeln *gg*
Als wir das gemacht hatten, kam die Ansage, dass alle Materialien, die wir von der Baustelle geklaut hatten, wieder zurück mussten, also alle schweren, scheissschweren, steine wieder zurück.
Meine Jacke ist jetzt noch dreckig und weiss von den Steinen, das ist hartnäckig.
Ab da an wurde viel geräumt, gewartet und Plena abgehalten.
Es war ein Hin-und Herbangen bis wir endlich erfuhren, dass Vertrag sicher ist und wir nun einen Nutzungsvertrag abgeschlossen haben.
Was dafür alles zu erfüllen ist, erzählt Kiese vielleicht 😉

 

Ich bin nun auch in einer AG, Nachbarschafts-Ag und fühle mich dort sehr wohl. Nur das Herzklopfen muss noch verschwinden 😉

Das wars erstmal von mir.

Alles weitere bald.

Grüßschen und Tschüssikowski

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(Wortlose) Ode an die Freundschaft.

April 11, 2011


Mr. Bär besucht Nijmegen.

April 7, 2011

Einen wunderschönen guten Tag!

Ich habe mir vorgenommen, von meinem gestrigen Tage zu berichten und dies mit einigen Lichtbildern zu untermalen. Diese haben nicht die gewünschte Qualität, jedoch ging es auch nicht in erster Linie um das Produzieren schöner Aufnahmen; Ziel warb das Genießen dieses so sonnigen Tages. Ich bitte also die etwaigen Schwächen in der Qualität zu entschuldigen und hoffe auf Verständnis.

Nijmegen ist eine kleine Stadt in den Niederlanden, in die mich der Chris brachte, der während Jules Abewesenheit auf mich aufpasst und dies bisher so gut macht, dass ich kaum Grund zur Beschwerde hatte. Ich hatte ihn gebeten, mich durch diese seine Stadt zu führen, bevor er sie (mit mir im Gepäck) verlässt. Er kam dieser Bitte mit großer Freude nach. Der Tag nahm seinen Anfang mit einem Frühstück in der Küche, während dessen ich mich am Lesen einer niederländischen Zeitung versuchte. Dies glückte mir mit einiger Hilfe von Chris recht gut. Plötzlich jedoch tauchte auf einer Seite ein Bild dieses so böse dreinblickende Mannes auf. Ich entschied, er meine bestimmt nicht mich und versuchte, ihn zu ignorieren, indem ich in die andere Richtung schaute:

Nach dem Frühstück musste Chris ein paar Sachen erledigen Die Zeit verbrachte ich damit, es mir auf der Fensterbank bequem zu machen, wo ich mir einen Sessel improvisierte, das wunderschöne Wetter betrachte und mich vorbereitete auf die lange Tour, die wir geplant hatten.

Diese Entspannung tat gut und mit jeder Minute, die ich mich entspannte, war ich mehr bereit Tourist zu sein und mich führen zu lassen durch Nijmegen. Darum entschied ich mich, noch ein paar Minuten Entspannung dran zu hängen. Dies wollte ich im Garten tun, also verließ ich meinen Platz am Fenster und setzte mich auf einen hölzernen Sessel, von welchem aus ich auf die Hühner warteten, die angeblich – Chris sagte, es gäbe sie wirklich – dort im Garten wohnten. Ich bekam jedoch keines zu Gesicht. Vielleicht haben sie Angst vor Bären?

Nachdem mich das Warten auf das, man verzeihe mir diese Grobheit in der Sprache, dumme Federviech so mürbe gemacht hatte, dass meine Lust auf eine Stadtführung beinahe zu schwinden drohte, kam mir der Zufall zur Hilfe: Chris kam und wir gingen los. Unsere erste Etappe war ein Park, der nicht weit entfernt von seiner Wohnung liegt. Es sei, so sagte Chris, einer der schönsten Parks, die er bisher habe kennenlernen dürfen. Er heißt Kronenburgerpark. Um ihn in seiner ganzen Fülle bewundern zu können, begaben wir uns auf einen alten Turm und ich setze mich dort auf die Brüstung und schaute nach unten. Ich hatte gehofft, Chris würde sich neben mich setzen, der jedoch weigerte sich. Er sagt, er litte unter Akrophobie. Die Gelegenheit, dies zu verifizieren, bekam ich nicht.

Ich genoss also die Aussicht ein paar gut ausgekostete Augenblicke lang und ließ mich wortreich durch den Park führen. Nebst der Parkführung bekam ich einen Eindruck von dem Nijmegen, dass man dort im Hintergrund zu sehen vermag. So wurde mir zum Beispiel berichtet, dass der Turm der dort im Hintergrund beim Qualmen beobachtet werden kann, zu einem Gaskraftwerk gehört, welches den zehn größten Umweltverschmutzern der Niederlande zuzurechnen ist. Leicht bekümmert gingen wir weiter.

Die nächste Etappe, so sagte Chris auf dem Weg dorthin, sei ein Weg zurück an den Anfang. In dieser alten Ruine, die zu einem Palast gehört, welchen Kaiser Barbarossa hier errichten ließ – im zwölften Jahrhundert soll dies geschehen sein – … ich habe den Faden verloren. Hier jedenfalls sollen die ersten Kontakte zu niederländischen Kommilitonen gelegt worden sein, vor etwas weniger als vier Jahren als Chris hier – des Niederländischen noch kaum mächtig – hier ankam.

Danach zeigte mir Chris die Waal, wie der Rhein hier in den Niederlanden heißt. Nein, etwas genauer: die Waal ist der größte der drei Flüsse, in welche sich der Rhein teilt, nachdem er Deutschland verlassen und die Niederlande zu durchströmen beginnt. Das heißt, dass das Wasser das ich hier fließen sah, schon durch Köln – meine Heimatstadt seit vielen Jahren – geflossen ist. Dieser Gedanke gefiel mir.

So schön die Aussicht von hier oben auf das Wasser und die Stadt auch war, ich wollte näher heran. Der Abstieg war mühsam, wenn auch sehr schön. So schön gar, dass wir es versäumten, davon Lichtbilder zu machen. Ich genoss den Ausblick auf die an mir vorbeifahrenden Schiffe sehr und es war schön zu sehen, wie jedes dieser Schiffe für sich Wellen verursachte, die ein paar Steinebenen unter anbrandeten. Eine schöne Stelle, durchaus auch mit romantischen Zügen. Es gefiel mir hier sehr.

Nach dieser ersten Etappe durch die Stadt wollte ich mich ein wenig ausruhen. An einem Strand ganz in der Nähe des Steines, den ich zu meinem Aussichtsplatz erkoren hatte, fand ich die geeignete, nein, die perfekte Stelle dafür.

Wir ruhten uns aus. Lange. Zu lange, wie Chris plötzlich feststellte. Hektisch wurde es plötzlich, als er auf die Uhr sah und merkte, dass er schon viel zu spät dran war. Sein Ziel war eine Debatte mit dem Rektor der Universität an der er hier studiert hatte, die an seiner Fakultät stattfinden sollte. Anschließend gäbe es, so erfuhr ich, einen Umtrunk. Eine schöne Gelegenheit, viele Menschen nochmal wieder zu sehen, bevor wir beide diese Stadt verlassen würden. Ich war neugierig geworden und ging mit. So verbrachten wir ein paar schöne, sehr interessante Stunden an dieser Stätte der höheren Bildung. Abend wurde es, als wir sie wieder verließen. Abendstimmung kam auch in mir auf, ich war froh, angenehm erschöpft. Und so blickte ich voll Genugtuung in Richtung der langsam aber sichtbar untergehenden Sonne.

Dies zu eurem Vergnügen!

Gehabt euch wohl,

Mr. Bär.


Brief an Jule.

April 6, 2011

Beste Jule,

ik zit nu in Nijmegen en zoals je ziet heb ik al een aantal woorden Nederlands geleerd.

Nein, das war leider nur ein kleiner humoristischer Einwurf. Diesen Satz habe ich mir diktieren lassen, der Originalität wegen. Ich las heute deine beiden Einträge und es freute mich sehr, zu lesen und zu sehen, was in deinem Leben zum jetzigen Zeitpunkt geschieht.  Das bringt dich mir ein kleines Stück näher. Und mit einem gewissen Stolz betrachte ich deine Selbstständigkeit. Es ist schön, zu sehen, dass dich meine lange und treue Begleitung zu einer solchen Person hat werden lassen. Darum lag auch der Entschluss nicht fern, selber einmal mehr zur Tastatur zu greifen und zu schreiben. Dieses Mal sollte es allerdings ein etwas persönlicherer Brief werden, zumindest war das so erdacht. Dann jedoch fiel mir ein, dass dies ein sehr öffentlich zugängliches Medium der Kommunikation ist und unterließ weitere Planungen und Formulierungen persönlicher Art, nur diese eine noch: Ich habe es gewiss gut hier, und doch muss ich gestehen, dass ich mich sehr freue auf das Wiedersehen. Bären zählen keine Tage, doch wenn sie es täten, sei dir gewiss, ich zählte.

Ferner möchte ich keine Einblicke in mein tieferes Seelenleben gewähren, nicht, weil ich dir nicht traue, sondern weil es zu persönlich wäre und mir in gewisser Weise unangenehm ist – womöglich schlicht zu fremd – dies hier im Internetz zu tun. Doch wisse, diese persönlichen Gedanken gibt es und vielleicht habe ich noch die Gelegenheit sie in anderer Form zu äußern.

Morgen habe ich einen Spaziergang durch dieses, wie mir scheint, sehr heimelige alte Hansestädtchen in den Niederen Landen geplant. Mit etwas Glück begleitet mich Chris und ich werde in die angenehme Lage versetzt, einigen Anekdoten zu lauschen und mich so dann und wann fotografieren zu lassen. Ergebnisse – anekdotischer und fotografischer Natur – werde ich dann selbstredend hier bloggen.

Es ist spät hier. Und auch wenn dieses pittoreske Städtchen, welches ich morgen also zu erkunden gedenke, ein sehr kleines ist,  so möchte ich dies doch ausgeruht tun. Drum werde ich mich betten und nach der Lektüre dann schlafen.

Gehab dich weiterhin wohl, liebste Jule,

dein Mr. Bär.


Hey Jule ,

April 3, 2011

Bei meinem letzten Eintrag habe ich  wohl wieder was falsch gemacht. jedenfalls ist er nicht im blog erschienen.Ich hatte mich auch schon gewundert, dass die Seite plötzlich auf englisch angezeigt wurde, außerdem konnte ich keine Kategorie wählen. Wie dem auch sei, was ich geschrieben hatte bezog sich hauptsächlich auf holbox, auf die Walhaie,

die es da zu sehen geben soll usw. aber jetzt seid ihr ja schon bei eurer nächsten station in lima hoffentlich gut angekommen. Das wird erst mal wieder eine Umstellung sein, von dieser Trauminsel in die quirlige Großstadt Lima. Gibt es schon einen Plan, wie es weitergeht, welche Route und  ob mehr privat oder mit eine Gruppe einschließlich Führer?.

Wie ich gelesen habe, kann man das wohl vor Ort gut buchen. Nur nicht die billigsten nehmen, die sind oft nicht seriös. Aber Franzi weiß da sicher Bescheid durch ihre Eltern, oder?  Und wie klappt es so ohne spanisch, kann man sich mit englich auch gut verständigen?

Hier ist noch immer schönes Frühlingswetter, gestern 23 Grad und alles wird grün und fängt an zu blühen, sehr schön. Soll ich für Kanada Marie Heynck nochmal ansprechen ob du dich evtl. mit Melanie treffen kannst. Marie erwähnte letztens, dass Melanie bis ca. Ostern an den Skiliften arbeitet und danach irgendwo Housekeeping macht. Evtl. ist das ja in der Nähe von Vancouver und du könntest evtl. ein paar Tage bei ihr wohnen oder dich mit ihr treffen zur Stadtbesichtigung oder so?

So das wars für heute, jetzt fahren wir mit dem Fahrrad in die Stadt, da ist heute verkaufsoffen.

Viele Grüße auch an Franzi und eine schöne Zeit in Peru

Mama u. Papa