vancouver-rockies-vancouverisland

Mai 20, 2011

hello there,

heute geht es in die rockies! juhu! ich freu mich auf grizzly, schwarzbaer, elch und co und diese sich vermutlich auch auf mich. wie gesagt, hier sind alle sehr freundlich..

die letzten tage hatten wir unerwartet bestes vancouversonnenwetter (mehrere tage in folge keinen regen, das ist hier selten genug..). ich hab mit ein paar maedels aus meiner parallelklasse (hihi, ich bin ein schulkind) die nachmittage genutz um die stadt zu erkunden und somit saemtliche sonnenstunden genossen: blumen gucken im queen elizabeth park, in kitsilano hippieflair schnuppern, leute gucken am kitsilano beach, auf granville island delikatessen shoppen, im lynn valley ueber die suspenssion bridge wackeln, am commercial drive eishockey mitfiebern, im stanley park  die grosse runde radeln, flenzen und muffins essen in der english bay,… kurzum: ich hab sonne im herzen!

nach 2 wochen am gleichen ort bekomme ich trotzdem langsam hummeln im hintern. das programm, was vor mir liegt ist deshalb zum ausgleich umso straffer. direkt nach der schule heute mittag gehts in die rockies, wo wir in 4 tagen wie die japaner durch die gegend rennen werden, um berge, schnee, tiere, seen, nationalparks, gletscher, wasserfaelle, etc zu sehen. und dazu muessen wir erstmal 800 km fahren… montag abend bin ich zurueck in der stadt, dienstag werde ich zum waschen und vorbereiten nutzen und nochmal ein pale ale zum abschied heben und mittwoch frueh gehts ab auf die insel. eine insel, die groesser ist als die schweiz und ich habe genau 3einhalb tage. davon verbringe ich 2 in tofino und den rest in victoria, der blumigen hauptstadt von b.c.. von dort fahr ich mit faehre und greyhound direkt in die usa, nach seattle. halber tag pikes place, halber tag die needle und ein wenig shoppen (mal sehen..) und schon geht mein flieger nach iceland….

oh, ich freu mich wie dulle!

gleich ist pause (ich war zu spaet heute und durfte nicht mehr rein zur ersten stunde. spiesser 🙂 aber dafuer gibts hier ja computer und zwar mit super sound auf den headphones. yeah!) und ich darf auch in die klasse. schon der letzte tag heute und ich hab noch nichtmal erzaehlt, dass diese freaks mich in gv 7 (level 7 von 8, 8 ist quasi native speaker) gesteckt haben. war ganz lustig, aber 2 wochen sind auch genug jetzt. sogar die witze des lehrers wiederholen sich schon 🙂

ich drueck euch ganz dolle und auch die daumen fuer pruefungen und durchhaltevermoegen daheim. oder sollte ich mich dazu besser an die gepflogenheiten des landes halten und die finger kreuzen, damit es klappt?

in jedem falle: everything’s gonna be alright!

kuss, jule


raining in vancouver

Mai 12, 2011

hello there.

verzeiht, dass ich mich schon so lang nicht gemeldet habe. mein kopf ist furchtbar voll.

ich weiss gar nicht mal, wo ich aufgehoert hab zu erzaehlen. muss sehr lange her sein…

nach 7 wochen gemeinsamer reise, haben franziska und ich die richtung gewechselt. sie hat sich tiefer in den sueden amerikas vorgearbeitet und ich habe mich nach norden abgesetzt. den trennungsschmerz zu verarbeiten halfen mir ein paar nette menschen, die wir auf unserem letzten trek im canyon kennengelernt hatten und mit denen ich nochmal ohne franziska in dem vegetarischen restaurant in arequipa aufgeschlagen hab, in dem ich mit ihr das ein oder andere mal war (4 gaenge buffet fuer 1,50 euro und selbstgeschoepfte coca-schokolade. yammi.).

darunter jay (job geschmissen fuer drei monate reise) und kyla (managerin eines organic coffee shops in ottawa und vegie seit 16 jahren) aus canada, die mir mein buechlein vollgeschrieben haben mit dingen, die ich in BC (british columbia)  und seattle erleben muss und sam(antha aus san francisco), die mich doch tatsaechlich bei ihrer schwester in san fran untergebracht hat und dafuer einen orden verdient!

fuer meinen letzten langen bustrip in peru habe ich mir dann ein ticket von cruz del sur geleistet, einer der besten linien im land, wird stets empfohlen. aber ich fuehlte mich fit genug fuer den schlafsitz, sodass ich mir den liegesitz sparen konnte. die vegetarischen dinnerversprechungen wurden aber trotz luxuslinie mal wieder nicht erfuellt. in deutschland haette ich ich gemeckert. hier kann man nur schmunzeln. (heute hatte ich ein haar in meinem curry.. in canada denke ich schon wieder ganz anders. das ist doch wirklich lustig. aber ich konnte mich noch rechtzeitig erinnern 🙂 ) nach 1000 km auf der panamericana gen norden war ich wieder in lima, wo ich vorallem versucht habe, mich mit meiner gastgeberin in san francisco in verbindung zu setzen. von der stadt hab ich das meiste erst gesehen, als ich zum flughafen gefahren wurde, denn mein fahrer hat mir ne gratis-fuehrung gegeben. inzwischen war mein smalltalk-spanisch auch enorm gediehen, sodass ich das meiste verstand. denke ich.

alles gut mit dem flug. unterwegs ist mir irgendwann aufgefallen, dass ich noch cocablaetter im gepaeck hab. dementsprechend selbstsicher bin ich anscheinend gegen 1 uhr nachts auf den immigrationofficer in san francisco zugelaufen. wo kommen sie her? -peru. wo waren sie sonst so? -mexiko, bolivien. was wollen sie hier? -durchreise, urlaub. sind sie allein unterwegs? -ja. HABEN SIE DENN KEINE ANGST?!? noe?. (aber oh, gott, warum fragt er? sollte ich etwa? neue stadt, neues land, kein hostel gebucht, mitten in der nacht, faehrt noch ein bus? ein taxi kostet fucking 55 dollar, sagt mein guide. und dann noch die cocablaetter im koffer. arsch-officer.

und dann? werde ich einfach durchgewunken! ist das zu fassen? einfach mit all meinem kram, samt sorgen und coca, vorbei am zoll und den hunden mit den guten nasen in die grosse stadt entlassen. ein bisschen ueberrascht und uebermuedet stehe ich vor einem securitymann und frage ihn, ob noch ein public transport nach downtown faehrt. in 3 minuten muesste der letzte der nacht kommen, also bringt er mich hin, guckt nochmal mit mir auf den plan, sagt keine sorge, der ist manchmal spaet und fragt, ob ich 2 dollar fuer den bus klein hab. die hab ich nicht, also drueckt er mir welche in die hand und wartet, bis er mich sicher im bus weiss. sehr nette menschen in san franciscso! der busfahrer sagt mir, wenn ich raus muss. nur noch ein block laufen, da muesste das hostel sein, das hoffentlich noch ein bett hat fuer eine nacht hat. und juhu, geschafft.

mit erica, sams schwester, habe ich nach einigen kommunikationsastartschwierigkeiten abgemacht, dass ich einfach abends zum appartment komme, nachdem ich mir tagsueber downtown angesehen habe. sie hat mir nen schluessel im briefkasten versteckt, falls sie noch nicht von der arbeit zurueck ist. und es fuehlt sich so fantastisch an mal wieder in einer richtigen wohnung zu sein. mit leben drin und fotos und blumen und nem kleinen niedlichen garten und atmosphaere und und und… eben all dem, was die meisten hostels nicht haben.

erica, die als krankenschwester arbeitet hat zufaellig die naechsten tage frei. und so nimmt sie mich die meiste zeit an die hand, zeigt mir die coolen neighborhoods. castro, mission, dolores, wir gehen gut essen (man geht einfach in einen uebervollen mexikaner und stellt beim blick auf die karte fest: oh, ist ja alles vegan. ist das cool?), ein bisschen shoppen, the haight, golden gate park, cable car fahren, fisherman’s wharf mit riesigem ghiradelli-eisbecher den mir eine nette junge aerztin und yogalehrerin aus berlin ausgibt, die ich beim cablecarfahren kennengelernt hab), chatten mit ericas mama in rhode island, bagel mit creamcheese zum fruehstueck und hot cookies (top adresse im gayviertel) zum dessert, trivianight im irish pub,… den donnerstag fahren wir mit denise raus aus der stadt in die muirwoods, wo die baumriesen wohnen. das wetter ist schon seit tagen mega gut und da ich ja gelernt habe, creme ich mich fein ein. erica, die abends in einem neuen, schluterfreien, sehr huebschen kleid ins ballet will, ist ein wenig zu optimistisch und muss ihr outfit aufgrund akuter t-shirt-kante ueberdenken 🙂 rundum: es war alles ganz super duper da. ein guter einstieg fuer ein land, in das ich niemals wollte. well done, all ihr huebschen menschen. zur kroenung der gastfreundschaft werde ich sogar noch zum flughafen gefahren. I  ❤ erica. so arg vielen dank!

am letzten freitag dann flieg ich fuer 2 stuendchen locker durch die gegend. vancouver, regen. ich witzel mit dem hernn neben mir, dass die sonne mich schon nicht verlaesst und bald hinterher reist. nein, ehrlich, versichere ich, ich hatte seit mitte maerz keinen regen mehr! „well, welcome to vancouver.“ gibt er mir ohne jede hoffnung in der stimme zurueck. und behaelt damit bisher leider recht. diese stadt koennte durchaus ein wenig mehr flair haben, wenn denn mal die sonne rauskaeme. ist lustig, irgendwie wettermaessig da wieder einzusteigen, wo ich in deutschland vor so langer zeit war. es wird fruehling: alle baeume bluehen, die tulpen spriessen und es regnet. tja. aber man nimmt es wie es kommt und hofft auf besserung. „but you’ll love the city“, hatte der herr wie zum trost hinzugefuegt. und wirklich: unsympathisch ist vancouver dadurch nicht. ganz und gar nicht. nette menschen machen alles wieder wet!

ich bin beeindruckt vom allgegenwaertigen und wirklich ehrlichen „you’re welcome“. wenn man aus dem bus aussteigt, sagt man hier danke zum fahrer. der wuenscht einem nen guten tag oder freut sich aufs wiedersehen und wartet mit dem anfahren bis auch wirklich alle ihr gepaeck vertsaut haben und sicher sitzen….

oh, muss den computer weitergeben, morgen mehr. gute nacht euch – oder guten morgen!


des wandern ist der jules lust

April 26, 2011

huhu,

hoffe doch sehr, dass ihr alle ostereier gefunden habt, die vom huhn und die veganen…

kurzes update von mir: ich werd morgen frueh frueh frueh um drei im hostel abgeholt und wandere dann drei tage lang durch den colca canyon. dazu lasse ich alles im depot, was ich nicht tragen kann (eigentlich kann ich das, was ich mitnhemen muss auch schon nicht tragen, aber ich darf mich hier nicht so anstellen wie zu hause und man muss ja irgendwie trotzdem fuer alle eventualitaeten geruestet sein) und bin nicht erreichbar (franzi ist staerker als ich und fuer den not not notfall kann man es da probieren).

ich hab in der farmacia orangene pillen gegen sinusitis gekauft und arbeite felissig gegen den schleim und den husten. es geht mir aber besser! und die aussicht auf die torte in der „kakaostube“ (die auch ein super vegetarisches restaurant ist) welche ich zum abendessen verspreisen werde, macht gleich alles noch rosiger!

bis bald also, kuess die hand,

jule


viel passiert

April 19, 2011

hola,

ihr wartet sehnsuechtig, von mir zu hoeren, stimts? 😉

ich hab so lang keine zeit gefunden, zu schreiben, dass ich gar nicht weiss, wo ich anfangen soll. so geht es mir auch mit meinem reisetagebuch. es waere ja schoen, so etwas spaeter zu haben, aber fuer mich ist das etwas stressiges. es gibt einfach menschen, die tagebuch schreiben und die, die es nicht tun, hat ein weiser mensch neulich zu mir gesagt. letzteres trifft wohl auch auf mich zu…

ich werde euch heute mal nur anreissen, was in peru so passiert, zu mehr reicht meine kraft auch nicht. nachdem sich franzi beinhae 10 tage und 4 aerzte lang gequaelt hat, kraenkele nun ich. halsschmerz, kopfweh, atembeschwerden, abgeschlagenheit und zu allem ueberfluss auch noch durchfall. keine ahnung, was das wohl ist. viraler infekt im hals? was falsches gegessen? oder kriegt mich jetzt doch noch die hoehe? alles davon? nichts? ich versuche es mit einem tag auszeit, ibuprofen, cocatee und cocablattern und ganz viel wasser und lasse die harten geschichten erstmal raus…

jedenfalls konnte ich mich aufraffen, doch noch kurz das haus zu verlassen, um mal von mir hoeren zu lassen:

die kurzfasung ohne fotos ab lima: pisco: keine schoene stadt, aber millionen von seevoegeln auf den islas ballestas, dazu seeloewen, humboldtpinguine und ein grosser kerzenstaender, der an einen felsen gemalt wurde /ica und huacachina: kleine oasenstadt in der wueste. grossartige aussicht, stille und mit 140 sachen im strandbuggy ueber die duenen geheizt, sandboardingversuche / nasca: verhandlungskuenste und flug ueber die gigantischen  linien von nasca  in der propellermaschine /cusco: 3400 hoehenmeter, akklimatisieren, stadt ansehen, inkastaetten in der umgebung, im heiligen tal der inka und als kroenung natuerlich machu picchu (sprich matschu pik-tschu) und der aufstieg auf den wayna picchu, grossartig!, bad in heissen quellen (bisschen tuempelig, aber nette leute), tanzen in cusco, ein tag entspannen und geiles vegetarisches essen!/puno: wieder haessliche stadt, ausflug zu den schwimmenden schilfinseln uros und nach tikila wo mich wieder stufe um stufe erwartet (meinen muskelkater werde ich niemals loswerden, laufe wie auf holzbeinen…),  abends nette begleitung (erasmus aus deutschland, verzeihung bayern!)und sturzflutenregen/ copacabana, bolivien: an der bushaltestelle auch noch maelle aus frakreich wieder ausfgesammelt, zu viert essen fuer 6 euro, wieder jede menge stufen fuer den besten blick auf den titikakasee, abends empanadas am strand.

und da bin ich nun in bolvien. hier ist es frisch, was bei nochmal +400 hoehenmetern halt nicht ausbleibt. der zeitunterschied betraget nur noch 6 stunden und meine handy taugt hier nur zum musikhoeren…

der titikakasee liegt wie ein ruhiges meer vor uns, auf den zahlreichen marktstaenden gibt es saeckeweise riesenpopcorn, aber niemand kann cambio geben… nichtmal auf 10 bolivianos (ca 1 euro!) kann man rausgeben. vor der basilica segnen jeden tag franziskanerpatres mit blumen bunt geschmueckte autos, es riecht nach alkohol und chinaboellern, die wie zu schiffstaufe dazugehoeren.

gestern hat ausserdem die semana santa, die heilige osterwoche begonnen. hier sind alle sehr katholisch. das haben die spanier geschafft, nachdem sie alle inkatempel zerstoert und die inkakoenige hingerichtet haben. von dem alten andinen glauben hat es dennoch einiges in die neue religion geschafft. so wird zum beispiel von jedem schnaps ein bisschen was mit pachamama (der mutter erde ) geteilt, bevor man selber trinkt. und jesus am kreuz guckt nicht gen himmel sodern natuerlich zu pachamama herab. frohe ostern auch daheim!

heute war eine tour zur isla del sol geplant, zu der ich eigentlich unbedingt wollte. nun hab ich die drei alleie geschickt, um mich zu kurieren. so ist es leider. ich hoffe, dass ich schnell wieder fit genug bin, um nach lapaz weiterzufahren, wo uns neben der grossen stadt die death road erwartet. eine mountainbikeabfahrt, die frueher mal sehr gefaehrlich war, inzwischen aber auf neuer strecke den alten namen weitertraegt und grandiose aussicht bieten soll. vamos aver – wie werden sehen!

ich vermisse euch alle dolle.

eure jule


fernsehtipp

April 5, 2011

noch ganz was anderes:

franzis schulfreund jan hat es bei guenther auf den stuhl geschafft und ihre ganze familie ist beteiligt: ihr bruder sitzt als begleiter im publikum, ihr vater sitzt am telefon als joker bereit und die mama drueckt zumindest aus ihrem urlaub die daumen.

ausserdem scheint der gute jan, das publikum und herrn jauch ganz gut im griff zu haben, was eine gut unterhaltung verspricht. die ausstrahlung ist am 11.4.

viel spass!


lima, peru

April 5, 2011

ha, ich bin mal fleissig. denn vielleicht will ja noch jemand wissen, wie es weitergehen soll…

seit dem 2.4. sind wir in lima, peru. eigentlich wollten wir hier nicht lang bleiben, da uns die stadt nicht sehr viel zu bieten hat. aber franzi brauchte noch ein wenig zeit sich zu erholen. es wird aber langsam. sie wird gepeppelt mit isotonischen getraenken, huehnerbruehe, weissem broetchen mit butter uns salz, bananen, kartoffelpurree und moehrenmatsche, crackern, viel wasser und magen-darm-tee. da kann sie noch so sehr die nase ruempfen. jedenfalls kommt der appetit wieder und gestern haben wir uns sogar ein bisschen das historische zentrum limas angesehen.

besonders abenteuerlich ist hier der verkehr. die einzigen regeln scheinen dabei staendiges hupen und eine gute reaktionszeit zu sein. es schadet dabei auch nicht, wenn man die ausmasse seines autos gut einzuschaetzen vermag. mit viel stop und noch mehr go sind wir so mit dem taxi (der fahrer hat zur sicherheit nen kaefig) zum plaza de armas gefahren.

am platz reihen sich die katedrale, das rathaus, der regierungspalast, der erzbischhoefliche palast und der palast der union aneineander. und an jeder ecke stehen patroullien mit dicken maschienengewehren und genauso dicken sonnenbrillen.

in einer seitenstrasse etwas abseits, auf einem kleinen platz spielt eine kleine gruppe mit geigen, trommeln und floeten zum tanz auf. es ist sehr schoen anzusehen, wie abwechselt junge und alte, frauen und maenner in den kreis treten und breit lachend und froehlich eine art volkstanz auffuehren, bei dem wir gern vertsanden haetten, was der tanz um die peitsche bedeutet.

alle museen hatten geschlossen (montags…) und so waren wir gluecklich ueber eine kleine fuehrung durch das convent des heiligen san francisco. eine dame im roten jaeckchen fuehrte uns herum und rasselte in montonem englisch die fakten herunter. leider durfte man kein einziges foto machen, noch nichtmal vom schoenen innenhof 😦 zu sehen gab es besonders verzierte hoelzerne decken, die nur durch ein stecksystem halten, ganz ohne kleber oder naegel, ausserdem jede menge abbildungen vom heiligen franz, spanische kacheln und eine sehr schoene alte bibliothek, die franzi und mich auf der stelle an harry potter erinnerte und die aelteste und wichtigste perus ist.

in den katakomben sieht man zigtausende knochen, denn unter der kirche wurden nach schaetzungen 25.000 limeños beerdigt und noch immer werden auf die gleiche weise die ordensbrueder des convents hier bestattet.

auf dem platz vor der kirche ein bild, dass man wohl ueberall auf der welt findet: kinder, in der abendsonne die tauben aufjagen. herrlich.

mit dem taxi zurueck, denn nicht nur fuer franzi reicht es fuer heute und langsam legte sich auch der smog ueber die stadt als wollte er sagen, dass der tag nun zuende geht. im supermarkt kaufen wir noch fuers abendessen ein. hier gefaellt es mir, denn es gibt haufenweise obst, gemuese und vorallem kartoffeln in allen farben, brot sogar mit ein paar koernern!, kaese, der zumindest wie kaese aussieht und bezahlbar ist, wasser in der 2,5 l flasche fuer 1,50 soles (etwa 35 cent), sogar sojaschnetzel… und ich muss an dirk kruegers worte denken: einkaufen, jule, nicht shoppen!

heute wollten wir eigentlich den parque de las aguas ansehen, in dem abends springbrunnen in allen farben leuchten und der uns sehr ans herz gelegt worden war. leider montags und dienstags geschlossen 😦 und morgen fahren wir weiter…

unsere route sieht uebrigens vor ueber pisco, ica und nasca nach cusco zu fahren, wo wir uns hoffentlich gut mir der hoehe (3einhalb tausend meter..) vertragen und wo es jede menge zu sehen gibt (inclusiv maccu picchu, den ich niemals richtig schrieben werde…). danach weiter richtung lago titicaca, puno, isla del sol und vielleicht sogar bis nach la paz. dann nach arequipa zum colca canyon und den condoren und schon ist die zeit in peru wieder rum… mal sehen, was wir so ueberhaupt schaffen. wir haben jedenfalls hier im hostel schon wieder sehr gute tipps bekommen, welche touranbieter gut waren und wo man wieviel zeit und geld einplanen soll und so (hoffe, das beruhigt auch meine mama ein wenig). unser hostel fuer morgen haben wir ueber das hier in lima reserviert und wenn wir hier morgen losfahren, wir hier eine message losgeschickt, wann wir ankommen und dann werden wir erwartet und am bus eingesammelt. das nenn ich mal service! wenn auch noch das fruehstueck so gut ist wie hier, perfekt!

ich finde, es kann jetzt auch endlich losgehen!

kuss,

jule

p.s.:

ich weiss noch nicht so ganz genau, wie es jetzt mit meinem handynetz aussieht hier. simyo behauptet es geht, die roamingvertraege sehen irgendwie anders aus… sms schicken klappte bisher noch nicht, aber empfangen hab ich was. sagen wir mal so: verlasst euch besser nicht darauf, mich per sms zu erreichen, aber versucht es gern, ich freu mich!


impressionen – mexiko

April 4, 2011

Liebe Menschen,

hier kommen nun endlich die versprochenen Impressionen aus Mexiko..

ihr kennt mich ja, ich bin immer ein wenig spaet dran. schliesslich bin ich derweil in peru angekommen. ueber umwege zwar und einen tag verspaetet, aber am ziel!

jedenfalls hab ich es endlich geschafft, ein paar chronologische bilder hochzuladen, die leider keineswegs die reise vollstaendig erzaehlen…

Cancun

mercado 23.

cancun ist nicht irre beeindruckend. viele junge menschen verbringen ihre spring break zeit in der hotelzone von cancun, sind dabei sehr feierwuetig und immer betrunken. wenn man denn doch mal nach downtown kommt, wird man als tourist an allen strassenecken in restaurants und zu touren geladen, zumeist etwas zu aufdringlich.

wir haben die hotelzone und die angebotenen touren links liegen gelassen und sind trotzdem nicht sehr beeindruckt worden. der mercado 28, ein sehr hochgelobter markt ist der schlimmste touristenpool in der stadt. es gibt nur souvenirs, huete und sonnenbrillen. und jede menge touris. anders der mercado 23: klein, eng, verwinkelt mit obststaenden, fleischereien und einheimischen essenstaenden, brautgeschaeften und kleinen werkstaetten. nett!

streetart.

graffitis und streetart gibt es in mexico quasi nicht (und das, obwohl man im schriftandiewandmalen ziemlich akkurrat ist, wie jedes geschaeftsschild beweist). hier hab ich trotzdem eine sehr huebsche wand gefunden, die zu einer cancuner hostelmauer gehoert. ein schoener zufallstreffer, wie ich fand.

vw kaefer.

in mexiko so zuhaus wie die ente in frankreich und der cinquecento in italien: der vw kaefer, teils sehr gut gepflegt, teils sehr zusammengeflickt, aber an jeder ecke. hab soagr einen mit einer art klappdach gesehen, verrueckt.

Tulum

tulum, der ort, besteht aus einer langen hauptstrasse und der busstation. links und rechts gitb es ein paar bars, souvenirshops und essenslokale, wo wir lecker und guenstig pollo gegessen haben bzw. die beilagen 😉

no comment. gruesse an michael 😉

wirklich schoen ist dafuer der strand. karibisches flair, feiner weisser sand und hohe palmen. sehr fein….

franzi ahoi.

wie schoen ist doch die seefahrt. dieses boeoetchen hat uns raus zum riff und zum schnorcheln gebracht. sehr schoene sache, wenn man zumindest ein wenig vorgebraeunt ist und sich trotzdem noch gut gegen die sonne schuetzt. was bei mir irgendwie versagt hat und mir einen schlimm sonnenbrand beschert hat, wie ihr schon wusstet.. inwischen ist alles gepellt und hat sich in eine dezente braeune verwandelt.

pelikan und boot.

achja, es gibt auch ne ruine dirket am strand, die wir uns aber ob der unzaehligen noch wartenden ruinen gespart haben…

Valladolid

ein bisschen weiter im inland, wo es waermer wird und die mosquitos wohnen. nette kleine stadt mit grosser plaza und grosser huebsch beleuchteter kirche, davor in lila licht getauchte baeume und parkbaenke.

von hier aus haben wir unsere ersten cenotes besucht. ein kuehler suesswassertuempel in einer hoehle, der meinen sonnengeschaendeten koerper bauchpinselte. dazu farbiges licht wie im snoezelraum…

cenote samula.

franzi und die killermosquitos.

gleich 38 stiche an nur einem unterschenkel… linderung schaffte erst die ominoese altrosa lotion aus der farmacia in merida…

Merida.

merida ist eine echte grossstadt. getummel, gewirr, autos hupen, sirenen, und gewusel. mitten drin, oder etwas daneben, ein schnuckliges hostel von raffa und berry, zwei sehr fuersorglichen und netten menschen, die uns fuer nur 90 pesos die nacht auch noch leckeres frischez obst zum fruehstueck servierten.

in der naehe ein kleiner plaza, wo wir uns allabendlich ein leckeres eis goennen werden und an der salsastunde zur livemusik mitwippen:

die ganze bande.

general popo. statt streetart 😉

carla und laura auf der pferdepritsche.

von merida aus ging es erst mit dem collectivo, dann mit dem mofataxi zur cenotes-tour… drei cenotes sind uber ein schienennetz verbunden, man nimmt auf einem schlitten platz und wird von einem mageren haengst von einer zur anderen gezogen, kann sich da erfischen und schoene fotos machen, die ich leider beim hochladen vegessen hab…

turifreund an der touriinfo in merida.

merida, catedrale und schwanensee.

am plaza grande und drumherum ist vorallem nach sonnenuntergang noch der baer los. vor wunderschoener kulisse haben wir doch tatsaechlich das cubanische nationalballett erleben duerfen, welches der grund dafuer war, warum franzi, carla und laura aus ihrem flieger von havanna nach cancun geschmissen wurden. man benoetigte den platz fuer das nationalballett…. die darbietung des schwanensees konnte aber tatsaechlich ein wenig ueber den verlorenen tag wegtroesten. sehr schoen!

(wieder bilder vergessen. schliesslich haben wir doch mayaruinen angesehen, sowohl in chichen itza als auch in uxmal… werden nachgereicht. vielleicht.)

inzwischen hat sich unser trup halbiert. carla und laura haben sich nach suedosten aufgemacht und franzi und ich haben uns fuer die insel holbox entschieden, fuer die pure entspannung bevor es nach lima gehen soll.

also schnell ab zum nachtbus nach chiquila, wo uns die faehre nach holbox bringen soll, zu der insel, von der uns alle schon so vorgeschwaermt hatten:

Holbox.

der nachtbus war nicht sehr bequem. unsere plaetze direkt neben/unter der klimaanlage, die sich in staendigem wechsel zwischen lautem gepuste und leisem rattern befand. die fahrt dauerte von halb 12 bis halb 6 am naechsten morgen. als einzige nicht-mexikaner fuhren wir mit der faehre herueber. die insel ist knapp 30 km lang, aber nur max 2 kilometer breit, sodass wir sie schnell bis zum hostel ueberquert hatten. alle strassen sind aus dem gleichen weissen sand, wie man ihm am strand findet.

in dem kleinen ort reihen sich restaurants, mini-supers, tourguides und pensionen aneinander. dafuer, dass es hier so untourstisch ist, ist es noch ganz schoen touristisch.

am hostel haengt ein schild auf dem in etwa steht: hallo traveller, die ihr mit dem nachtbus und der fruehen faehren kommt, wir machen erst um 9 auf, aber ihr koennt euch im garten in die haengematten flaetzen und unser reinigungspersonal gibt euch dann gegen 7 ein zimmer 😉

gesagt getan. sehr nettes hostel mit super kueche, dachterrassen, bar, kinoraum und abendprogramm, wenn man den mag. gefuehrt von einem sehr netten italienisch-slowenischen paeaerchen und mango, dem hund. ach, uns jenny,. einer englischen quaselstrippe 😉

der strand ist wunderschoen und nur 40 meter vom hostel entfernt. wenn man ein wenig entlangspaziert kommt man schnell an sehr einsame fleckchen mit weissen toten baeumen, die bis ins wasser stehen und wohl ueberbleibsel des letzten hurricanes sind, aber eine ganz tolle atmossphaere erzeugen!

holbox, strand.

tribu hostelbar, „barhocker“

natuerlich haben wir auch hier ein paar menschen wiedergetroffen, die wir schon von anderen stationen in mexico kannten. darauf gabs erstmal feine cocktails mit frisch gepressten saeften in der hostelbar fuer unschlagbare 40 pesos (ca. 2,50 eur). statt barhockern gibts hier uebrigens schaukeln. ich frage mich, warum da zuhaus noch keiner draufgekommen ist?!

tribu, salsa.

nach den ersten getraenken kommt man um die teilnahme am salsabaend nicht mehr herum.. das dunkle schwammige, da auf dem bild, das bin wohl ich, wie ich mich gerade in meine rhythmischen atomarteilchen zerlegen lassen 😉

am naechsten tag wollten wir eine tour machen zu drei inseln, die um holbox herum liegen. auf einer gibts ganz tolle vogelarten zu sehen, eine ist eine laguneninsel und auf einer kann man in einer cenote schwimmen. .. leider konnten wir wegen des starken windes nicht aus dem hafen auslaufen, was auch fuer die naechsten tage so bleiben sollte.

unser alternativprogramm seht ihr im naechstn bild:

holbox, golfkart und prost.

auf der insel gibt es naemlich nur sehr wenige autos, dafuer aber duesen ueberall golfkarts herum, die man auch mieten kann. ein heidenspass zum kitesurferstrand, wo wir den sonnenuntergang mit unseren drei anderen deutschen damen bei einem leckeren dosen-sol bestaunten.

kokosnuss in abendsonne.

die folgenden tage verliefen dann genauso relaxxxed, mit leckerem essen (unsere selbstgemachten quesadillas sind ein traum! vorallem mit frischem koriander), schoenen strandstunden und spaziergaengen, ein wenig castorcompañeros, haengematten und viel schlaf auf orthopaedischen matratzen 😉

holbox, franzi ausgleichsbild 😛

hier treffen sich karibik und golf von mexiko. deshalb soll das meer nicht mehr ganz so tuerkis und die straende nicht mehr ganz so weiss sein, wie auf den anderen inseln der quitana roo. uns reicht es.

holbox, selbstportrait.

holbox, jule stapft ins meer.

holbox, idylle.

holbox, sonnenuntergang vom hosteldach aus.

so in etwa enden alle tage hier auf der insel. und das tut uns richtig gut…

holbox, jule schaukelt.

ich bin uebringens wirklich braun. das ist halt alles relativ. ich habe einen abdruck vom bikini, natuerlich vorallem dort, wo es vorher krebsrot war, aber im vergleich zu franzi und erst recht su den mexikanern bin ich leider immer noch kreide.

holbox, posing in der haengematte.

holbox, abendsonne.

dass wir aus dem inland weg wollten war natuerlich auch den nervigen mosquitos geschuldet. gegen die konnte man sich auf holbox tatsaechlich ein wenig besser zur wehr setzen. was uns bei all der schwaermerei von der insel aber vorher keiner gesagt hatte war, dass es hier sandfliegen gibt, die mindestens genauso aergern koennen und einem hundsgemein die sonnenuntergaenge am strand vermiesen wollen.

nach fuenf tagen auf der insel und dem versuch, unsere fluege telefonisch bei den airlines zu bestaetigen (so ein saudaemliches system!) machen wir uns wieder auf nach cancun, um in ruhe unsere waesche zu waschen und was man sonst noch so fuer peru vorbereiten muss.

das waeschewaschen klappt so mehr oder weniger gut. manche flecken gehen raus, andere nicht, andere sind irgendwie beim waschen entstanden, aber alles riecht schonmal wieder lecker.

unser letztes mexikanischen abendessen gibt es, wie immer in cancun, auf der plaza de las palapas. unzaehlige buedchen bieten nationle kueche zu guenstign preisen. noch einmal gibt es empanadas (fuer mich mit sauscharfer sosse, die auch nach dem abkratzen noch nach agua de mango schrie), dazu frischen mais mit mayo und queso und als nachtisch churros, in fett ausgebackenene brandteigspritzgebaeckstangen mit sau viel zucker, yammi.

wir gehen frueh ins bett und versuchen bei der affenhitze und der vom men´s club um die ecke herueberschallenden clubmusik moeglichst viel schalf zu kriegen. mit maessigem erfolg. um halb 4 klingelt der wecker, um 4 gehts zur busstation und mit dem ersten bus um halb 5 zum flughafen.

kurz vor der landung in mexico city wird franzi froestelig und ein wenig mulmig. beim umchecken auf die andere maschine setze ich franzi mit nem liter cola in die ecke und schloere ihr gepaeck hinter mir her zum check-in-schalter. dort unterhalte ich mich mit den netten amerikanern vor mir und den chileninen hinter mir. alle sind superfreundlich und geben tipps, was man bei kreislaufschwierigkeiten tun soll. kathy aus chile hat medizin studiert und schreibt gelich eine ganze liste mit verhaltenstipps auf, auch fuer bzw. gegen die hoehe, die uns in peru noch erwartet..

trotz zweier paracetamol faengt franzis kopf zu gluehen an. am gate legt sie sich auf eine bank und veruscht zu schlafen. wir glauben, es sei nur von der uebermuedung und floessen wasser ein. gegessen haben wir dasselbe. getrunken auch (und zwar keinen alkohol, wie es uns noch unterstellt werde wird). in der sonne waren wir schon 2 tage lang nicht mehr (auch das wird uns noch unterstellt werden).

als wir an bord gehen und die maschine nicht ausgebucht ist, fragen wir nach plaetzen, wo man sich besser lang machen kann und bekommen eine ganze reihe fuer franzi und davor einen platz fuer mich. perfekt, denken wir, jetzt nur noch 6 stunden schlaf nachholen und alles ist wieder gut.

doch leider hat sich taca airlines ueberlegt, uns lieber nicht mitzunehmen. kathy versucht noch, die crew vom gegenteil zu ueberzeugen, untersucht franzi und sagt, sie koenne ruhig fliegen. aber keine chance. wir werden rausbegleitet, beide in rollstuehle gesetzt (ich bin nicht krank!- egal, setz dich!).

mexico city, flughafen. suchbild: wer ist hier eigentlich krank?

ein langes heckmeck beginnt, bis wir endlich beim flughafenarzt waren, unser gepaeck zurueck haben, neue tickets fuer den naechsten morgen bekommen und in einem der flughafenhotels untergebracht sind…

der arzt hatte franzi kurz in den hals gesehen und gesagt, es sei eine infektion. die temperatur lag bei 39. mit einem rezept holten wir in der apotheke drei verschiedene medikamente. gegen fieber, gegen halzschmerzen und ein antibiotikum, dass sie sofort nehmen sollte und dann alle 6 stunden… 2 stunden spaeter fing der durchfall an. die ganze nacht. ich hab versucht alles zu besorgen und vorzubereiten, was wir fuer den naechsten tag braeuchten. wieder eine kurze nacht. wir wollten es wenigstens versuchen. also hab ich wieder das gepaeck geschloert, franzi in den hotelrollstuhl gesetzt und unser gepaeck eingecheckt. wir sind nochmal zum airportarzt, um wegen des durchfalls nochmal nachzufragen. anderer arzt, andere diagnose: die rache montezumas. er verschrieb ein anderes antibiotikum, das noch zusaetzlich eingenommen werden sollte und sagte die anderen medikamente muessten nicht mehr so oft genommen werden… ausserdem gab es noch was gegen den druchfall und was gegen die magenkraempfe. das volle programm, aber es hielt, was es versprach und brachte uns bis nach lima…. wo sogar die hieroglyphenaehnliche botschaft angekommen war, dass wir erst am naechsten tag ankommen wuerden und den transferservice verlegen wollten, fuer die mir ein nigerianer aus chicago das internet bezahlt hat, weil ich all meine dollars fuer franzis medikamnte vorgestreckt hatte 😉

mexico, ENDE