raining in vancouver

hello there.

verzeiht, dass ich mich schon so lang nicht gemeldet habe. mein kopf ist furchtbar voll.

ich weiss gar nicht mal, wo ich aufgehoert hab zu erzaehlen. muss sehr lange her sein…

nach 7 wochen gemeinsamer reise, haben franziska und ich die richtung gewechselt. sie hat sich tiefer in den sueden amerikas vorgearbeitet und ich habe mich nach norden abgesetzt. den trennungsschmerz zu verarbeiten halfen mir ein paar nette menschen, die wir auf unserem letzten trek im canyon kennengelernt hatten und mit denen ich nochmal ohne franziska in dem vegetarischen restaurant in arequipa aufgeschlagen hab, in dem ich mit ihr das ein oder andere mal war (4 gaenge buffet fuer 1,50 euro und selbstgeschoepfte coca-schokolade. yammi.).

darunter jay (job geschmissen fuer drei monate reise) und kyla (managerin eines organic coffee shops in ottawa und vegie seit 16 jahren) aus canada, die mir mein buechlein vollgeschrieben haben mit dingen, die ich in BC (british columbia)  und seattle erleben muss und sam(antha aus san francisco), die mich doch tatsaechlich bei ihrer schwester in san fran untergebracht hat und dafuer einen orden verdient!

fuer meinen letzten langen bustrip in peru habe ich mir dann ein ticket von cruz del sur geleistet, einer der besten linien im land, wird stets empfohlen. aber ich fuehlte mich fit genug fuer den schlafsitz, sodass ich mir den liegesitz sparen konnte. die vegetarischen dinnerversprechungen wurden aber trotz luxuslinie mal wieder nicht erfuellt. in deutschland haette ich ich gemeckert. hier kann man nur schmunzeln. (heute hatte ich ein haar in meinem curry.. in canada denke ich schon wieder ganz anders. das ist doch wirklich lustig. aber ich konnte mich noch rechtzeitig erinnern 🙂 ) nach 1000 km auf der panamericana gen norden war ich wieder in lima, wo ich vorallem versucht habe, mich mit meiner gastgeberin in san francisco in verbindung zu setzen. von der stadt hab ich das meiste erst gesehen, als ich zum flughafen gefahren wurde, denn mein fahrer hat mir ne gratis-fuehrung gegeben. inzwischen war mein smalltalk-spanisch auch enorm gediehen, sodass ich das meiste verstand. denke ich.

alles gut mit dem flug. unterwegs ist mir irgendwann aufgefallen, dass ich noch cocablaetter im gepaeck hab. dementsprechend selbstsicher bin ich anscheinend gegen 1 uhr nachts auf den immigrationofficer in san francisco zugelaufen. wo kommen sie her? -peru. wo waren sie sonst so? -mexiko, bolivien. was wollen sie hier? -durchreise, urlaub. sind sie allein unterwegs? -ja. HABEN SIE DENN KEINE ANGST?!? noe?. (aber oh, gott, warum fragt er? sollte ich etwa? neue stadt, neues land, kein hostel gebucht, mitten in der nacht, faehrt noch ein bus? ein taxi kostet fucking 55 dollar, sagt mein guide. und dann noch die cocablaetter im koffer. arsch-officer.

und dann? werde ich einfach durchgewunken! ist das zu fassen? einfach mit all meinem kram, samt sorgen und coca, vorbei am zoll und den hunden mit den guten nasen in die grosse stadt entlassen. ein bisschen ueberrascht und uebermuedet stehe ich vor einem securitymann und frage ihn, ob noch ein public transport nach downtown faehrt. in 3 minuten muesste der letzte der nacht kommen, also bringt er mich hin, guckt nochmal mit mir auf den plan, sagt keine sorge, der ist manchmal spaet und fragt, ob ich 2 dollar fuer den bus klein hab. die hab ich nicht, also drueckt er mir welche in die hand und wartet, bis er mich sicher im bus weiss. sehr nette menschen in san franciscso! der busfahrer sagt mir, wenn ich raus muss. nur noch ein block laufen, da muesste das hostel sein, das hoffentlich noch ein bett hat fuer eine nacht hat. und juhu, geschafft.

mit erica, sams schwester, habe ich nach einigen kommunikationsastartschwierigkeiten abgemacht, dass ich einfach abends zum appartment komme, nachdem ich mir tagsueber downtown angesehen habe. sie hat mir nen schluessel im briefkasten versteckt, falls sie noch nicht von der arbeit zurueck ist. und es fuehlt sich so fantastisch an mal wieder in einer richtigen wohnung zu sein. mit leben drin und fotos und blumen und nem kleinen niedlichen garten und atmosphaere und und und… eben all dem, was die meisten hostels nicht haben.

erica, die als krankenschwester arbeitet hat zufaellig die naechsten tage frei. und so nimmt sie mich die meiste zeit an die hand, zeigt mir die coolen neighborhoods. castro, mission, dolores, wir gehen gut essen (man geht einfach in einen uebervollen mexikaner und stellt beim blick auf die karte fest: oh, ist ja alles vegan. ist das cool?), ein bisschen shoppen, the haight, golden gate park, cable car fahren, fisherman’s wharf mit riesigem ghiradelli-eisbecher den mir eine nette junge aerztin und yogalehrerin aus berlin ausgibt, die ich beim cablecarfahren kennengelernt hab), chatten mit ericas mama in rhode island, bagel mit creamcheese zum fruehstueck und hot cookies (top adresse im gayviertel) zum dessert, trivianight im irish pub,… den donnerstag fahren wir mit denise raus aus der stadt in die muirwoods, wo die baumriesen wohnen. das wetter ist schon seit tagen mega gut und da ich ja gelernt habe, creme ich mich fein ein. erica, die abends in einem neuen, schluterfreien, sehr huebschen kleid ins ballet will, ist ein wenig zu optimistisch und muss ihr outfit aufgrund akuter t-shirt-kante ueberdenken 🙂 rundum: es war alles ganz super duper da. ein guter einstieg fuer ein land, in das ich niemals wollte. well done, all ihr huebschen menschen. zur kroenung der gastfreundschaft werde ich sogar noch zum flughafen gefahren. I  ❤ erica. so arg vielen dank!

am letzten freitag dann flieg ich fuer 2 stuendchen locker durch die gegend. vancouver, regen. ich witzel mit dem hernn neben mir, dass die sonne mich schon nicht verlaesst und bald hinterher reist. nein, ehrlich, versichere ich, ich hatte seit mitte maerz keinen regen mehr! „well, welcome to vancouver.“ gibt er mir ohne jede hoffnung in der stimme zurueck. und behaelt damit bisher leider recht. diese stadt koennte durchaus ein wenig mehr flair haben, wenn denn mal die sonne rauskaeme. ist lustig, irgendwie wettermaessig da wieder einzusteigen, wo ich in deutschland vor so langer zeit war. es wird fruehling: alle baeume bluehen, die tulpen spriessen und es regnet. tja. aber man nimmt es wie es kommt und hofft auf besserung. „but you’ll love the city“, hatte der herr wie zum trost hinzugefuegt. und wirklich: unsympathisch ist vancouver dadurch nicht. ganz und gar nicht. nette menschen machen alles wieder wet!

ich bin beeindruckt vom allgegenwaertigen und wirklich ehrlichen „you’re welcome“. wenn man aus dem bus aussteigt, sagt man hier danke zum fahrer. der wuenscht einem nen guten tag oder freut sich aufs wiedersehen und wartet mit dem anfahren bis auch wirklich alle ihr gepaeck vertsaut haben und sicher sitzen….

oh, muss den computer weitergeben, morgen mehr. gute nacht euch – oder guten morgen!

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One Response to raining in vancouver

  1. mehlomat sagt:

    hoert sich alles wunderbar und gut an jule.
    wird dein englisch sicherer?
    wie ist der sprachkurs?

    für island schon alles geplant? könnte sonst noch ein paar tips aus dem ärmel zaubern.

    warst du auf nem konzert?
    drücker!!

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